Monday, January 10, 2011

Tanja Gönner!

Der große Vorsatz fürs neue Jahr war endlich wieder einwenig mehr zu bloggen. Auch wenn ich mich in den letzten Tagen, wohl auf Grund des Dioxin-Skandals, nicht über die Besucherzahlen auf diesem Blog (danke, Ilse Aigner!) beschweren kann.

2011 wird uns ja jede Menge Landtagswahlen bescheren.  Ich weiß auch tatsächlich, und das zum ersten mal seit langer Zeit, noch nicht wen ich wählen werde. Aber die unendlichen Tiefen des Internets bieten natürlich die Gelegenheit sich weiterzubilden.

Vor Weihnachten gab es einen schönen Artikel in der Faz über über Tanja Gönner. Die zwar nicht Spitzenkandidatin, aber immerhin Umweltministerin in Baden-Württemberg ist. Die jungen Frauen bei der CDU haben zur Zeit durchaus eine gewisse Präsenz, was sicherlich auch daran liegt, dass der alte Männerbund sich im vergangenen Jahr zurückgezogen hat aus der ersten Reihe der Politik.

Doch so aufschlussreich die Faz über Tanja Gönner schreibt - so gnadenlos wird mit ihr ins Gericht gegangen. Dass es keine Bemerkungen über ihr Aussehen gibt, ist auch der einzige Aspekt, der an der fast klischeemäßigen Berichterstattung über eine Politikerin ausgelassen wurde.

Wer über 40 ist und nicht strategisch an seiner Machtposition arbeitet indem er Verbündete sucht und Gegner auschaltet, der ist längst nicht mehr im politischen Geschäft. Wer sich zu versöhnlich gibt häufig auch.

Soweit Tanja Gönner tatsächlich aggressiver, offensiver, streitlustiger auftritt, als man das z.B. von Angela Merkel kennt (die ja aus gutem Grund als "Mutti" verschrien ist...) wäre sie eher ein Vorbild für eine neue Politikerinnen-Generation, die sich endlich der Instrumente bedient die zu Machtgewinn und Machterhalt auch erforderlich sind.

Mehr Aggression bedeutet auch weniger Zickengehabe oder Kleinmädchengetue (wie man es ja von Andrea Nahles zur Genüge kennt, die jetzt in letzter Zeit auch noch ihren Glauben politisch ausschlachtet). Mehr Aggression bedeutet mehr Chancengleichheit.

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